Augen auf beim Welpenkauf!
Hundertfach, tausendfach wiederholt es sich in Deutschland, im benachbarten Ausland, um den Wunsch vieler Menschen nach einem vierbeinigen Weggefährten zu erfüllen.
Ein Welpe ist immer süß und knuffig. Doch was ist, wenn er größer wird, als man es sich vorgestellt hat? Wenn es doch mehr Arbeit ist, als man gedacht hat? Der angepriesene Familienhund sich doch nicht von alleine erzieht und die Kinder keine Lust haben auch bei Regen für seine Bewegung zu sorgen? Oder er ist gar schwer krank, vielleicht auch verhaltensauffällig?
Viele dieser Probleme sind vom Menschen selbst gemacht. Folgen unüberlegter Spontan- und Mitleidskäufe. Bevor man sich ein Auto kauft werden Überlegungen angestrengt. Wofür brauche ich den Wagen, welche Ansprüche habe ich. Es werden Modelle verglichen, Probefahrten gemacht und Wartezeiten in Kauf genommen.
Ein Hund wird häufig mit weniger Sorgfalt angeschafft – obwohl seine Lebenserwartung je nach Rasse zwischen 8 und 16 Jahren liegt. Beim Einzug des neuen vierbeinigen Familienmitglieds werden so wichtige Faktoren wie Geld – für Futter, Pflege und medizinische Versorgung fallen pro Jahr durchschnittlich € 1200,- bei einem gesunden Hund an – und rund 4 Stunden Zeit pro Tag für Pflege und artgemäße Beschäftigung unbedarft außer Acht gelassen. Vielfach spielen Aussehen und Anschaffungspreis eine größere Rolle, als Rassemerkmale und gewissenhafte Aufzucht. Nach dem Motto „Bitte einen Hund zum Mitnehmen…“ .
Doch die Frage, ob der Traumhund auch zum eigenen Leben passt und vor allem, wie sein Leben bisher ausgesehen hat, wird sich immer noch zu selten gestellt.
Aus diesem Grund verkümmern wundervolle Rassehunde in nicht artgemäßer Haltung, kommen vor Langeweile oder Überforderung auf „dumme“ Gedanken, werden nicht selten verhaltensauffällig und aufgrund dessen abgeschoben.
Andere vegetieren wiederum in „Welpenfabriken“ in der Größenordnung Stall bis Industriehalle vor sich hin, werden als Gebärmaschinen missbraucht, denn das schnelle Geld interessiert den Vermehrer mehr als eine gesunde Aufzucht fern von rassetypischen Erbkrankheiten und Wesensfestigkeit.

Artgemäße Haltung ist in solchen Vermehrerstätten ein Fremdwort. Das Leid der Elterntiere, die dort ausharren ist unermesslich. Viele sind in viel zu kleinen Verschlägen wie Zuchtsauen in Massentierhaltungen untergebracht, sind krank an Leib und Seele vor mangelnder Bewegung, sozialen Kontakten, Tageslicht. Von Umweltprägung und Sozialisierung der Welpen fern ab einer Welt, in der „Hund“ später funktionieren soll, ganz zu schweigen. Das Ergebnis sind häufig kranke, ängstliche, verhaltensauffällige Hunde und enttäuschte Menschen.
Im Zeitalter der Medien ist es ein leichtes sich über Hunderassen und ihre Ansprüche und vor allem über Herkunft und Aufzucht zu informieren.
• Kaufen Sie keinen Hund aus einer Laune heraus oder gar aus Mitleid
• Kaufen Sie bei verantwortungsbewussten Züchtern, informieren Sie sich bei den Zuchtverbänden die dem VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen e.V.) bzw. FCI angeschlossen sind – übrigens sind auch Mischlinge inzwischen oft Nachkommen kranker Eltern und keinesfalls mehr eine Garantie für einen gesunden, robusten Hund
• Kaufen Sie auf gar keinen Fall dort, wo mehrere Rassen angeboten werden und auf Tiermärkten, vor allem im Ausland und kaufen Sie niemals Tiere im Internet, die per Post geliefert werden
• werden Sie stutzig – wenn nur ein Welpe gezeigt wird – wenn Sie die Wurfkiste nicht sehen dürfen – wenn die Mutterhündin kein Gesäuge hat – die Hunde optisch einen merkwürdigen Eindruck machen – wenn Sie den Welpen sofort mitnehmen dürfen – wenn Ihnen der Umgang des Züchters mit den Hunden nicht gefällt
Ein guter Züchter kann ein Gesundheitszeugnis seiner Welpen über meherer Generationen beibringen, kennt seine Hunde, weiß um rassetypische wie individuelle Merkmale und kann auch einen Interessenten ablehnen, wenn er ihm nicht geeignet erscheint.
Und wenn es nicht unbedingt ein Welpe sein muss, wenden sie sich an den VDH, das Deutsche Tierhilfswerk oder den deutschen Tierschutzbund.
Dort bekommen sie Informationen über Abgabehunde und Tierheime in Ihrer Nähe oder auch zu
Tierschutzorganisationen, die sich auf bestimmte Rassen spezialisiert haben. Denn manchmal ist es sogar leichter einen erwachsenen, reifen und bereits erzogenen Hund in die Familie zu integrieren, als einen Welpen aufzuziehen und zu formen.
Der Hund ist seit vielen tausend Jahren zum treuen Begleiter des Menschen geworden. Ist vom Jagdgefährten zum vierbeinigen Kollegen, Lebensretter und Sozialpartner aufgestiegen. Er kann der beste Freund des Menschen sein …wenn der Mensch bereit ist ihn als Lebewesen zu respektieren und Verantwortung für ihn übernimmt. Von Anfang an. Achten Sie auf die Herkunft Ihres Welpen, gesunde Eltern und ein anerkannter Züchter sollte Voraussetzung sein.
Deshalb ist manchmal eben der Kauf eines Rassehundebuches die bessere Alternative.
© Sandra Müller 2006-
Unter NEWS tragen wir für Sie Beiträge aus der Presse zusammen, die auch die Themen Augen auf beim Welpenkauf und Hundekauf berühren.
... und sagen Sie bitte nicht: ...wir brauchen keine Papiere!
Solange es Menschen gibt, die ‚Billig’welpen kaufen, solange wird das Leid der ‚Zucht’hündinnen nicht weniger.
Welpen aus kontrollierter Zucht
www.vdh.de
Mit einem Klick starten Sie das Video aus dem Planetopia-Archiv Welpen vom Wühltisch







